🧱 Putzrechner: Putz und Spachtelmasse berechnen

Wie viele Säcke Putz brauchst du für deine Wand? Der Rechner ermittelt die Menge aus Fläche, Schichtdicke und dem Verbrauch der gewählten Putzart. Den Verbrauch kannst du jederzeit mit der Angabe auf deinem Sack überschreiben.

Deine Angaben

1. Fläche

Jede Wand oder Decke als eigene Fläche eintragen. Große Fenster und Türen kannst du weglassen, indem du die Wand in Streifen aufteilst.

2. Putz
– Säcke
à – kg · –
  • Fläche– m²
  • Putzmenge ohne Reserve– kg
  • Putzmenge gesamt– kg
  • Geschätzte Kosten–

So rechnet der Putzrechner

Putz wird nach Gewicht verkauft, aufgetragen wird er aber nach Fläche und Dicke. Die Hersteller geben deshalb einen Verbrauch in Kilogramm pro Quadratmeter und Millimeter Schichtdicke an. Daraus ergibt sich eine einfache Rechnung:

Formel: Putzmenge (kg) = Fläche (m²) × Verbrauch (kg/m²/mm) × Schichtdicke (mm) × 1,1 Reserve
Säcke = ⌈ Putzmenge ÷ Sackgröße ⌉

Die 10 % Reserve decken Unebenheiten im Untergrund, Reste im Eimer und Material, das beim Abziehen herunterfällt. Bei sehr unebenen Altbauwänden kann der tatsächliche Verbrauch deutlich höher liegen, weil die Schichtdicke dort stark schwankt. Miss in diesem Fall an mehreren Stellen und rechne mit einem Mittelwert.

Verbrauch der Putzarten (Richtwerte)

Die folgenden Werte sind typische Richtwerte für trockene Werkmörtel. Sie unterscheiden sich je nach Hersteller und Körnung. Maßgeblich ist immer die Angabe auf dem Sack oder im technischen Merkblatt – du kannst sie im Feld „Verbrauch“ direkt eintragen.

PutzartVerbrauch je m² und mmÜbliche Schichtdicke innen
Gipsputz / Maschinenputz≈ 1,0 kg10–15 mm
Kalk-Zement-Putz≈ 1,4 kg10–15 mm
Kalkputz≈ 1,3 kg10–15 mm
Lehmputz≈ 1,6 kgje Lage etwa 5–15 mm
Spachtelmasse / Feinputz≈ 1,2 kg1–3 mm

Beispielrechnungen

Neue Wand mit Gipsputz: 20 m² Wandfläche, 10 mm dick, Verbrauch 1,0 kg/m²/mm. Das ergibt 200 kg, mit Reserve 220 kg. Bei 30-kg-Säcken sind das 7,3 und damit 8 Säcke. Bei 12 € pro Sack liegen die Materialkosten bei 96 €.

Alte Wand glätten: Dieselben 20 m² sollen nur mit 2 mm Spachtelmasse geglättet werden. Mit 1,2 kg/m²/mm sind das 48 kg, mit Reserve 52,8 kg – also 3 Säcke à 25 kg.

Das zeigt, wie stark die Schichtdicke ins Gewicht fällt: Ein einziger Millimeter mehr bedeutet bei 20 m² Gipsputz schon gut 20 kg zusätzliches Material.

Welcher Putz für welchen Raum?

  • Gipsputz lässt sich leicht verarbeiten und ergibt sehr glatte Flächen. Er ist ideal für Wohn- und Schlafräume, aber nicht für Räume mit dauerhafter Feuchte.
  • Kalk-Zement-Putz ist robuster und feuchtebeständiger. Er wird in Bädern, Kellern und als Unterputz für Fliesen eingesetzt.
  • Kalkputz ist diffusionsoffen, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Durch seine Alkalität wirkt er Schimmel entgegen und wird gern in Altbauten verwendet.
  • Lehmputz reguliert die Luftfeuchte besonders gut und lässt sich auch nach dem Trocknen wieder anfeuchten und nachbearbeiten. Er ist nicht für Spritzwasserbereiche geeignet.
  • Spachtelmasse ist kein Putz im eigentlichen Sinn, sondern dient zum Glätten, Ausbessern und für dünne Oberflächen, etwa vor dem Tapezieren oder Streichen.

Werkzeug und Arbeitsablauf

Für kleinere Flächen reicht Handwerkszeug: ein Mörteleimer und ein Rührquirl für die Bohrmaschine, eine Kelle zum Anwerfen oder Aufziehen, eine Kartätsche oder ein Richtscheit zum Abziehen und eine Glättkelle für die Oberfläche. Bei größeren Flächen helfen Putzleisten, die vorher senkrecht an der Wand befestigt werden. Sie geben die Schichtdicke vor, und du ziehst den Putz zwischen zwei Leisten einfach ab.

  1. Anmischen: Immer das Pulver ins Wasser geben, nicht umgekehrt, und nur so viel anrühren, wie du in der Verarbeitungszeit schaffst. Gipsputz bindet deutlich schneller ab als Kalkputz.
  2. Auftragen: Den Putz gleichmäßig von unten nach oben aufziehen, etwas dicker als die Zielschicht.
  3. Abziehen: Mit der Kartätsche in Zickzackbewegungen über die Putzleisten ziehen, Fehlstellen nachfüllen.
  4. Glätten oder Filzen: Je nach gewünschter Oberfläche, sobald der Putz angezogen hat.

Arbeite eine Wand möglichst in einem Zug durch, damit keine sichtbaren Ansätze entstehen.

Untergrund vorbereiten

Putz hält nur so gut wie der Untergrund, auf dem er liegt. Entferne lose Teile, alte Tapetenreste und Staub. Prüfe mit der Hand, ob die Wand abkreidet, und mit Wasser, wie stark sie saugt. Stark saugende Untergründe werden mit Tiefgrund behandelt, sehr glatte und dichte Flächen wie Beton mit einem Haftgrund mit Quarzsand. Kanten und Ecken bekommen Eckschutzschienen, damit sie gerade und stoßfest werden.

Plane außerdem die Trocknungszeit ein. Als grobe Faustregel gilt bei vielen Putzen etwa ein Tag pro Millimeter Schichtdicke, bei Kalk und Lehm oft länger. Erst wenn der Putz vollständig durchgetrocknet ist, wird gestrichen oder tapeziert. Wie viel Farbe du danach brauchst, rechnet der Wandfarbe-Rechner aus. Bei frischem Putz ist eine passende Grundierung besonders wichtig, Hinweise dazu findest du im Ratgeber Streichfehler vermeiden.

Häufige Fragen

Wie viel Putz brauche ich pro m²?

Bei 10 mm Schichtdicke rund 10 kg Gipsputz, 13 kg Kalkputz oder 14 kg Kalk-Zement-Putz pro Quadratmeter. Die genaue Angabe steht auf dem Sack und kann je nach Produkt abweichen.

Wie viele Säcke Putz brauche ich für 20 m²?

Mit Gipsputz bei 10 mm Dicke sind es 200 kg, mit 10 % Reserve 220 kg. Das entspricht 8 Säcken à 30 kg.

Wie dick sollte Innenputz sein?

Einlagiger Innenputz wird meist 10–15 mm dick aufgetragen. Spachtelmassen zum Glätten liegen bei 1–3 mm. Lehmputz wird oft in mehreren Lagen aufgebaut.

Muss ich vor dem Verputzen grundieren?

Das hängt vom Untergrund ab. Stark saugende Flächen wie Porenbeton oder Gipskarton werden mit Tiefgrund vorbehandelt, glatte und dichte Flächen wie Beton mit Haftgrund. Die Angaben des Putzherstellers haben Vorrang.

Wie lange muss Putz trocknen, bevor ich streichen kann?

Als grobe Faustregel etwa ein Tag pro Millimeter Schichtdicke, bei Kalk- und Lehmputz oft länger. Der Putz sollte gleichmäßig hell und vollständig durchgetrocknet sein, bevor du streichst oder tapezierst.

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